Feuerwehr Lech am Arlberg trainiert mit NOAQ Boxwall BW52
Realitätsnahe Übung am 27. August 2026: Große Mengen Oberflächenwasser gezielt ableiten und Gebäude schützen
Wie lässt sich bei Starkregen eine große Menge Oberflächenwasser schnell kontrollieren, bevor sie in ein gefährdetes Gebäude eindringt? Genau dieses Szenario trainierte die Feuerwehr Lech am Arlberg am 27. August 2026 bei einer umfangreichen Übung mit dem mobilen Hochwasserschutzsystem NOAQ Boxwall BW52.
Die Übungsannahme wurde bewusst praxisnah gestaltet. Nach Angaben von Martin Jochum von der Feuerwehr Lech wurde zunächst mit Boxwall-Elementen ein großes Wasservorratsbecken in Form eines sogenannten Boxpools errichtet. Von dort wurde das Wasser über vier B-Schläuche auf die Straße gepumpt. Damit simulierte die Feuerwehr große Mengen an Oberflächenwasser, wie sie beispielsweise bei Starkregen innerhalb kurzer Zeit auftreten können.
Gebäude mit Boxwall schützen – Wasser gezielt umleiten
Im Zentrum des Szenarios stand ein angenommenes gefährdetes Gebäude. Die Aufgabe der Einsatzkräfte bestand darin, das anströmende Wasser mit dem NOAQ Boxwall BW52 noch vor dem Gebäude abzufangen und kontrolliert daran vorbeizuleiten.
Dazu wurde die Boxwall über eine längere Strecke quer und anschließend in mehreren Kurven über die Verkehrsfläche aufgebaut. Das Wasser wurde von der mobilen Barriere aufgenommen und entlang der Boxwall seitlich in Richtung eines Auffangbereichs geleitet.
Gerade die örtlichen Gegebenheiten machten die Übung interessant: Straßen, Gefälle, Kurven, unterschiedliche Fließrichtungen und große Wassermengen verlangten eine flexible Linienführung des Hochwasserschutzes.
Zwei Boxpools sorgen für einen geschlossenen Wasserkreislauf
Eine Besonderheit der Übung war, dass nicht nur die Schutz- und Ableitstrecke, sondern auch die beiden Wasserbecken vollständig mit NOAQ Boxwall BW52 aufgebaut wurden.
Das abgeleitete Oberflächenwasser floss in einen zweiten, ebenfalls aus Boxwall-Elementen gebildeten Boxpool, der als mobiles Auffangbecken diente. Von dort wurde das Wasser wieder zurück in den ersten Boxpool – das Wasservorratsbecken – gepumpt.
So entstand ein geschlossener Wasserkreislauf: Das Wasser wurde aus dem Boxwall-Vorratsbecken über vier B-Schläuche als Oberflächenwasser auf die Straße gepumpt, mit einer weiteren Boxwall vom angenommenen gefährdeten Gebäude weggeleitet, in einem zweiten Boxwall-Boxpool aufgefangen und anschließend wieder in das Vorratsbecken zurückgeführt.
Damit konnte die Feuerwehr über einen längeren Zeitraum mit großen Wassermengen trainieren, ohne laufend zusätzliches Wasser zu benötigen.
NOAQ Boxwall BW52 vielseitig eingesetzt
Die Übung demonstrierte damit gleich mehrere Einsatzmöglichkeiten des NOAQ Boxwall BW52. Dasselbe System wurde für das Vorratsbecken, die eigentliche Hochwasserschutz- und Ableitlinie sowie das Auffangbecken verwendet.
Die einzelnen BW52-Elemente können rasch verlegt und der benötigten Linienführung angepasst werden. Dadurch lassen sich nicht nur Gebäude und Zufahrten schützen, sondern Wasserströme auch gezielt in weniger gefährdete Bereiche, zu Pumpstellen oder in provisorische Auffangbecken führen.
Besonders anschaulich war bei der Übung in Lech zu sehen, dass mobiler Hochwasserschutz nicht ausschließlich bedeutet, Wasser „aufzustauen“. Entscheidend kann vielmehr sein, große Mengen Oberflächenwasser frühzeitig abzufangen und kontrolliert an gefährdeten Objekten vorbeizuführen.
Gleichzeitig zeigte der Aufbau der beiden Boxpools eine weitere praktische Anwendungsmöglichkeit der Boxwall: Mit denselben Elementen lassen sich bei Bedarf innerhalb kurzer Zeit temporäre Wasserbecken errichten.
Die Feuerwehr Lech konnte damit den kompletten Ablauf unter realitätsnahen Bedingungen trainieren – von der Bereitstellung großer Wassermengen über die Simulation von Oberflächenwasser und den Schutz eines Gebäudes bis hin zum Auffangen und Rückführen des Wassers.
Ein gelungenes Übungsszenario, das eindrucksvoll die Vielseitigkeit des NOAQ Boxwall BW52 bei Starkregen, Oberflächenwasser und im mobilen Hochwasserschutz demonstriert.
Bildnachweis: Feuerwehr Lech am Arlberg / Martin Jochum